Fussball: Sunday Bloody Sunday im Pokal – 0:6

Unos, dos, tres, seis!

I can't believe the news today
Oh, I can't close my eyes and make it go away

 

SV Grün-Weiß Lünten – Erste Mannschaft 6:0

Kein guter Sonntag. Kein Beautiful Day. Eher Bad. Mit sprichwörtlich leicht blutender Nase kehrte unsere Erste Mannschaft den langen Weg vom Schlagabtausch im Auswärtskreispokalspiel der 1. Runde in Vreden-Lünten heim in unsere Steverstadt. Eine auf dem Tableau empfindlich hohe Niederlage gegen die Truppe von der holländischen Grenze. Ganze sechs Gegentore kassiert und keinen eigenen Treffer erzielt.

Weiter Weg zu fahren. Weit entfernt. Where the streets have no name. Wer aber das Spiel vor Ort gesehen hat, muss anerkennen, dass das Ergebnis wohl zu hoch ausgefallen ist. Der auf heimischen Rasengeläuf gut eingestellte Gegner nutzte quasi alle Gelegenheiten zur Torerzielung eiskalt aus. Sehr gute Kontersetzung.

Bei zwar sommerlichen, aber zum Glück nicht, wie in den vergangenen Tagen, allzu heißen Temperaturen, war alles bereitet für ein gutes Pokalspiel. Die Sonne trotzdem am ackern. Staring at the sun. Auch am Rand, als Zuseher, bitte eincremen!

Unsere Olfener Jungs wollten den Erfolg. Die zweite Pokalrunde. Den Sieg begehrend. Desire. Am brennen. Von Beginn an häufiger am Leder, den Ball laufen lassend, sich um einen guten Spielaufbau bemühend. Auch erste Abschlüsse erspielend. Das Heimteam erstmal darauf bedacht defensiv gut zu stehen und schnell umzuschalten.

In der 31. Minute dann ein Fehler im Spielaufbau von Olfen, die Stürmer eingeladen. Einer nutze die Möglichkeit und erzielte die Führung für Lünten. One for Lünten.

Unser Spiel und Sport nur kurz geschockt, weiter das Spiel bestimmend. Aber vorne nicht durchsetzungsstark.

Nach einem Foulspiel gegen einen Olfener Verteidiger blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm. So stürmten die Heim-Grün-Weißen schnell Richtung SuS-Tormann Jan Stember und überwanden diesen zum zweiten Mal. 2zu0 (41.).

Olfen zum Pausentee etwas geknickt, aber bei weitem nicht so weit, den Kopf in den Sand zu stecken. Schließlich war die Motivation dar und Zeit genug, den Rückstand aufzuholen und das Spiel zu drehen.

Aber wie sich unsere Olfener Buam auch pushten und anstregten, irgendwie hatte es nicht sollen sein.

Erik Pötter mit einem Freistoss ans Gebälk, Kevin Bluschke, nach Eckball frei vorm GW-Keeper, konnte den Ball auch nicht über die Linie drücken. Auch Malte Powierski unglücklich im Abschluss. Ebenso Nico Mecklenburg. „Du wärst eigentlich immer wieder im Spiel gewesen“; resümierte Trainer Marco Jedlicka in der RN.

Anders Vreden-Lüntener. Fast jeder Ballgewinn ein Konter. Fast jeder Konter ein Torerfolg. Aber auch unterstützt durch Defensivmägel bei SuS. Bezeichnend war hier ein Counterattack nach versuchtem Olfener Hackenspiel.

So 3zu0, 4zu0, auch 5zu0 und 6zu0. Meistens aber gut hergespielt. Die Wege des Fussballgotts sind unergründlich. Mysterious Ways.

Obwohl unsere Jungs das Spiel seriös beendeten und beileibe nicht einbrachen, immer mit Ballbesitz nach vorne spielend, reagierte die Heimtruppe weiter aus ihrem klasse organisierten Defensivverbund. Olfen am verzweifeln. Als der Referee die Begegnung beendete, waren sich wohl alle einig, dass der Sieg verdient, aber in der höhe zu hoch ausgefallen ist.

Lünten mit Stolz. Pride. Lünten, heute City der blinding lights. Lünten verdient in der 2ten Pokalrunde. Respekt und Glückwunsch. They still have found for what they looking for. Next Round.

„Ich verliere lieber mal 0:6, als wenn ich drei Spiele 0:2 verliere“, erklärte Jedlicka schließlich in der Presse. Es habe nach der harten Trainingswoche mit dem läuferischen Besuch der Halde Hoheward (152,5m über NHM) am Dienstag, der Donnerstagseinheit und dem Testspiel am Freitag einfach an „Spritzigkeit“ gefehlt. „Wir sind der Mannschaft in keiner Art und Weise böse“ .Die Spieler hättten „nie aufgehört“ und weiter den Weg nach vorne gesucht. Das Ergebnis spiegele deshalb aus seiner Sicht das Ergebnis nicht vollständig wieder.

Es folgt die letzte Woche der Saisonvorbereitung. Di-Do-Fr.

Am kommenden Sonntag erwarten wir die DJK Rödder zum Saisonauftakt, dem ersten Meisterschaftsspiel, in unserem Steversportpark. Anstoss ist zu gewohnter Zeit. 15.30 Uhr.