Leichtathletik: U20-Staffel belohnt sich bei Deutschen Meisterschaften mit Platz 16
Einmal gemeinsam mit den größten Stars der deutschen Leichtathletik im Stadion stehen, dieselbe Bahn betreten und die Atmosphäre einer Deutschen Meisterschaft erleben – für Franziska Frye, Jula Ehnis und Mara Glischinski wurde dieser Traum am vergangenen Wochenende Wirklichkeit. Die DM der 4x400-Meter-Staffeln der weiblichen U20, die im Rahmen der Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen ausgetragen wurden, war der bislang größte Wettkampf in der noch jungen Karriere der Olfener Sprinterinnen – und ein Erlebnis, das wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Gemeinsam mit Shirley-Ann Keller und Helena Mußhoff von Union Lüdinghausen ging die Startgemeinschaft Olfen/Lüdinghausen als 19. der Meldeliste im ersten von drei Zeitendläufen an den Start. Schon beim Einlaufen war die Anspannung spürbar, doch als der Startschuss fiel, war davon nichts mehr zu sehen.
Shirley-Ann Keller brachte die Staffel mit einem mutigen Auftakt sicher ins Rennen. Zwar mussten die favorisierten Teams aus Trier, Mainz und Berlin zunächst ziehen gelassen werden, doch Franziska Frye ließ sich davon nicht beeindrucken. Auf Bahn 8 übernahm sie den Staffelstab und kämpfte sich Meter um Meter an die Konkurrenz heran, eher sie den Staffelstab auf Helena Mußhoff übergab. Mußhoff stellte mit einer beherzten Stadionrunde den Anschluss an die vorauslaufende Staffel wieder her.
Etwas Pech hatte die StG allerdings bei den Wechseln. Sowohl beim zweiten als auch beim dritten Wechsel mussten die Läuferinnen bis auf Bahn 5 hinauslaufen, weil die vorauslaufenden Staffeln im Wechselraum nicht eingerückt waren. Wertvolle Meter gingen verloren – doch die Mannschaft ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen.
Als Schlussläuferin übernahm Jula Ehnis den Staffelstab direkt hinter der LG Würm Athletik. Was dann folgte, war der Schlusspunkt eines beeindruckenden Staffelrennens. In der Zielkurve setzte sie sich aus dem Windschatten ab, beschleunigte mit langen, kraftvollen Schritten und zog entschlossen an ihrer Konkurrentin vorbei. Meter um Meter vergrößerte sie den Vorsprung und brachte die Staffel unter dem Jubel der mitgereisten Fans nach starken 4:09,32 Minuten als Fünfte ihres Zeitendlaufs ins Ziel.
„Die Aufregung bei so einer Kulisse war schon zu spüren, aber dennoch konnten alle ihre Leistung auf die Bahn bringen. Was Jula am Ende gezeigt hat, war natürlich super stark. Bei den Wechseln hatten wir etwas Pech. Wären die anderen Staffeln aufgerückt, wäre sicherlich noch mal eine Bestzeit möglich gewesen“, bilanzierte SuS-Trainer Rik Amann.
Als auch die beiden weiteren Zeitendläufe beendet waren, war die Freude groß: Aus Platz 19 der Meldeliste war Rang 16 in Deutschland geworden. Ein Ergebnis, das den starken Saisonverlauf eindrucksvoll unterstreicht und den Lohn für viele Monate harter Trainingsarbeit darstellt. Nach drei intensiven, aufregenden und auch erfolgreichen Wettkampfwochenenden im Wattenscheider Lohrheidestadion geht es für die Olfenerinnen nun in die mehr als verdiente Sommerpause, bevor im September die letzten Wettkämpfe der Freiluftsaison 2026 anstehen.
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