Fußball: Punkteteilung gegen Darup

Erste Mannschaft – Borussia Darup 2:2
Ein Spiel, als hätte Quentin Torantino das Drehbuch verfasst. Viele Schüsse, noch mehr Schüsse, reichlich Action, viele Füße, aber kein Happy End.
Statt zwei, hätten deutlich mehr Tore erzielt werden müssen. Vielen Chancen, noch mehr Chancen, reichlich Aktionen, aber keinen Sieg für unseren Spiel und Sport.
Unsere Mannschaft, weiter mit einigen Ausfällen für die Aufstellung, musste nach den letzten beiden verlorenen Partien gegen Appelhülsen und in Lüdinghausen nun endlich Punkte sammeln, um den Abstand zu den vorderen Plätzen nicht abreißen zu lassen.
SV Borussia Darup, nach zwei Siegen im Anschluss an die Winterpause mit breiter Brust, kein leichter Gegner, obwohl das Hinspiel noch deutlich mit 3:0 von unserem Team gewonnen wurde.
Schon früh konnte sich unser Goalie Pascal Zöller auszeichnen, als er einen Ball nach einer 1zu1-Szene gegen den von außen durchbrechenden Darup-Stürmer zur Ecke klären konnte.
Im Gegenzug schaffte es Kevin Bluschke nicht, die Pille aus kürzester Entfernung über die Linie zu befördern. Alle schon angesetzt zum Jubel. So viele hoch gehobene Arme gibt es sonst nur beim Pritschen der Volleyballabteilung im Holztempel. Ball nicht drin. Arme wieder runter. Weiter, weiter, immer weiter...
Unser Team suchte immer wieder die Offensive, aber auch die Auswärtsmannschaft kam mit langen Schlägen gefährlich Richtung SuS-Sechzehner. Hier konnte die IV mit Kevin Schäper und Julian Wilhelm aber alles klären.
Moritz Heinze, Dustin Brüggemann und Niklas Mählmann scheiterten mit ihren Torschüssen innerhalb der Gegnerischen Box ebenso wie Fabian „Konni“ Konietzni. Chancenwucher. Möglichkeiten en masse. Ball inne Bude en zéro.
So kam es, wie es im Fußball seit Jahrzehntausenden immer schon so war: Die rote Borussia bekam einen Freistoß 20 Meter vor dem Olfener Tor. Der geschossene Ball schlug unhaltbar unter Berührung der Torlatte in Zöllers Netzpalast ein (21.) Ein geiler Drall. Hohe Flugbahn, dann starker Abfall. Das kennt man sonst nur von der Tesla-Aktie. Anerkennendes Nicken.
Unser Team musste sich nun erst einmal Sammeln und kräftig Schütteln, wollte aber ungeachtet dessen noch vor dem Pausentee den Ausgleichstreffen erzielen.
So führte eine Willensleistung von Fabian Beckmann schließlich zum Einstand. Erkämpfte sich Becki die Murmel in der eigenen Hälfte, steckte er sie mit letztem Einsatz durch zu Namensvetter Fabian Konietzni. Dieser, schneller als Elon Musk mit seinem Roadster, stürmte alleine Richtung des verteidigenden Torwarts und schob den Ball umjubelt an diesem vorbei ins Netz (45.+2). Miep, miep! Goal Road-Runner.
Pause. Fachgespräche, Mantaplatten.
Auch in der zweiten Halbzeit wollte Olfen die Führung, spielte weiter nach vorne, aber die Daruper Mannschaft blieb immer mit ihren Nadelstichen gefährlich.
Indirekter Freistoß Bluschke, Linksschuss Mählmann, Abpraller-Nachschuss Baran Yildirim, unabhängig von einander, nur einige der vielen Chancen, noch mehr Chancen, reichlich Aktionen, für unsere Elf im zweiten Durchgang.
Dann endlich: Flanke, Kopfball, Latte, Abpraller, fast gegenseitiges Umlaufen auf der Linie, Tor. Bluschke ans Gebälk. Konietzni schon da. Miep, miep (71.)
Wer gedacht hätte, das war die Entscheidung im Stever-Sportpark, der wurde natürlich eines besseren belehrt:
Statt die Führung zu verwalten und nach Hause zu bringen, wollten unsere Grün-Weißen zu viel, standen zu hoch, verloren bei einem Angriff das Leder und als der Klärungsversuch scheiterte, stürmten die Gäste aus Darup eifrig nach vorne und erzielten den Ausgleich. Mist. Kennt man seit Jahrzehntausenden.
„In Summe war es eine gute Leistung von uns. Wenn ich über die Qualität der Chancen nachdenke, hätten wir vielleicht gewinnen können. Oder sogar müssen“, kommentierte SuS-Trainer Michael Krajczy abschließend in den Ruhr Nachrichten.
Bezeichnend für diesen Tag war, dass genau so viele Bälle über den Zaun aus dem Stadion geschlagen wurden, wie ihren Weg ins Netz fanden. Der anliegende Schützenverein Olfen sammelt schon die Bälle für das nächste Schützenfest, hoffentlich demnächst in unserem Stever-Sportpark. Horido!
Auch die IV Minuten Nachspielzeit führte nicht mehr zu einem Sieger. Enttäuschung auf Olfener Seite, während bei den Spielern aus dem Ortsteil der Gemeinde Nottuln ein kurzer Siegesjubel entstand.
Wer das Drehbuch gelesen hat, ahnt, warum der Punkt wohl zu wenig ist. Kein Happy End.
Nächsten Spieltag muss unser geliebter Spiel und Sport von 1927 e.V. nach Dülmen reisen, wo es schon kurz nach der Messe Anstoß gibt gegen die heimische DJK. (So 30.03. - 12.30 Uhr)
Fotos und Videos zu diesem Artikel: Nils Rödiger