Fussball: Mecklenburg entscheidet, Olfen mit Schwarz-Grün-Rot

Erste Mannschaft – DJK Adler Buldern 1:0

Schwierige Wochen liegen hinter unserer Ersten Mannschaft. Ein Auf und Ab, ein Hopp oder Top, nicht nur bei der Sinuskurve. Auch in den Leistungen, welche das Team zeigte. Wenig Konstanz. Wenig Bodensee. Und wenig Punkte.

Die blauen Adler aus Buldern, welche am Sonntag in unseren Steversportpark reisten hatten einen ähnlich erfolgreichen Start wie unser SuS.

Vor dem Spiel: Beide Mannschaften Punktgleich. In Worten: Sechs. Damit nicht unbedingt auf den Champions League-Plätzen. Die Wichtigkeit des dreifachen Punktgewinns ist beiden Parteien also formell bewusst.

Unsere Truppe mit der Verteidigung von links nach recht: Erik Pötter, Fabian Beckmann, Jens Wennemann und Jan Mengelkamp. Als Sechser im Mittelfeld agierten Kapitän Kevin Schäper und Nico Mecklenburg. Offensive Offenbarung: Moritz Heinze, Kevin Bluschke, Fabian „Konni“ Schlierkamp und Pascal Seypelt. Jan Stember, Tormann.

Olfen, wie gewohnt, in den grünen Trikotagen, die Adler traten in weiß an. Weiß wie Real Madrid. Alles andere trugen sie nicht mit. Heftig am insistieren. Auf einen Trikot-Wechsel gieren. Ob die Bulderaner sich nun mehr an das amerikanische Wappentier, den Weißkopfseeadler, orientiert sahen, der dominant über seine Farben wacht.? Jedenfalls echauffieren sich der Gast über die Olfener Trikots, auch zur Verwunderung des Unparteiischen, welcher die Partie locker angepfiffen hätte, so dass unsere Mannschaft nochmal aufgrund eines monierten weißen Einschlags auf ihre schwarzen Oberteile wechseln musste. Grün-Schwarz, wie man es sonst nur von einer verbrannten Pizza Rucula kennt.

Jetzt musste schließlich noch der Unparteiische sein Hemd wechseln und damit wir alle zusammen haben auch noch der Tormann der Gäste, welcher auf sein schwarzes Oberteil verzichten musste.

Der Anstoss wurde später und später. Einige Fans am Rand hatten Angst, die Tagesschau zu verpassen, den Täter im Tatort nicht ermitteln zu können.

Am Spielfeldrand wurden noch Jacken, Hemden und Hosen getauscht, wie man es sonst nur von den Bacchanalien her kennt.

Der SuS-Betreuer und parteiische Schiedsrichterassistent an der Linie wechselte dann seinen Kaugummi, indem er Hubba Bubba Erdbeere gegen Airwaves Mint austauschte. Eine Herausforderung für den Kiefer. Physikalisch ein ganz anderer Widerstand. In Gedenken an Kevin Großkreuz wurde noch der Satz formuliert: „Hält 45 Minuten. Da bleibt man die ganze Halbzeit cool.“

So startete das Spiel. Erstmal Abtastend. Vorsichtig, wie die Glaser. Marcel Marceau grüßend. Abwartend. Beide Teams.

Dann zogen unsere Jungs die Zügel an. Hijaahh. Auf ins offene Gefecht. Auf in die gegnerische Verteidigungszone zugallopierend. Frontier. Dadurch zu sehen offenbar eine offensive Ouvertüre: Pass von der linken Seite auf Nico Mecklenburg zentral in die Mitte. Mecklenburg, hatte die Wahl, den Pass von Links direkt zum Abschluss zu nehmen oder nochmal querpassen oder sich in der Abwehrmauer zu verdribbeln.

Erfolgreich entschied er sich für den Wums-Bums. Den Schuss aus knapp 16 Metern. Flieg, Ball flieg. Netze ein, Ball, netze ein. Goal, Ball, Goal. Unhaltbar für den einzigen Adler mit Handschuhen. Hijaahh, geiler Huf (13.). Huffentlich nicht das letzte Tor der Olfener Mannschaft im Spiel. Huffentlich weiter Power und Bums für die grün-schwarzen After-Eight-Bomber. Mit Minze bleibt man ja die ganze Halbzeit cool.

So auch geschehen. Unser Team am machen. Nachlegen wollend. Vielleicht mehr vom Spiel, aber auch die Gäste wollten ihren Ertrag haben.

Man muss sich wehren. Den Ball abwehren. Das Ergbnis gestalten. Den Ball in den eigenen Reihen halten. Gerade letzteres gelang im zweiten Durchlauf nicht immer. Buldern natürlich mit dem Ziel, am gieren, den Ausgleich zu erzielen.

Unsere Jungs forcierten schnelle Gegegangriffe bei erkämpftem Ball und Anlaufen der Adler-Verteidiger, die das Leder im hohen Bogen immer wieder in die Olfener Hälfte befördern wollten. Abwehr stay strong. Sturm run on. Ein Willensspiel. Ein Kampfspiel. Investion gefordert. Investition in Mut, Leidenschaft, Einsatz. „Wer mehr einsetzt, der mehr gewinnt.“ Alte Einsetzer-Wahrheit. Hier kannst Du es selbst beeinflussen, beim Roulette nicht.

Um die Spannung der Begegnung noch zu Erhöhen und den Puls der Zuseher noch ein wenig in die Höhe zu treiben, haben dann beide Teams die 78. Minute erkoren. Red Card für Olfen. Damit Red Alert für Olfen.

Der Mann in ehemals schwarz, jetzt rot, seines Zeichens unparteiischer Spielleiter, verfügte nach einer Aktion des Olfener Tormanns vor dem eigenen Strafraum einen Platzverweis gegen eben jenen diesen. Auch die anschließenden Proteste stimmten ihn diesbezüglich nicht mehr um.

Unser Team vortan nur noch mit zehn Akteuren auf dem Geläuf. Natürlich wechselte Spiel und Sport und brachte mit Tim Grüneberg einen ersetzenden Tormann auf die Platte.

Dieser natürlich sofort gefordert. Schließlich galt es den Freistoss, welcher den Bulderanern im Zuge der Roten Karte zugesprochen wurde, abzuwehren. Dieses gelang Tim mit Bravour trotz des Kaltstarts.

Auch im Weiteren entwickelte sich Grüneberg als sichere Stütze gegen die jetzt noch mehr anlaufenden Gäste – Am Ende steht die Null. Null Gegentore. Was in Addition mit Mecklenburgs Tor-Wumme zu einem 1zu0-Sieg für unsere Farben, also Schwarz-Grün oder Grün-Schwarz führte.

Überlegungen, das Mecklenburg demnächst die Abstöße tritt, lächelte der Matchwinner locker beiseite: „Nur Freitags unter Flutlicht.“ Wir haben dennoch zu Danken, schließlich holte unsere Mannschaft in der gegenwärtigen Situation drei wichtige Punkte gegen einen Opponenten, gegen den man sich in der Vergangenheit immer schwer tat.

Gegenüber der Presse aus dem Lensing Verlag erläuterte Coach Marco Jedlicka seine Gedanken: „Wir können erstmal durchatmen und schauen dann, wie wir die nächsten Spiele angehen.“ Auch lobte er das sofort funktionierende Torwart-Talent Tim Grüneberg: „Ich bin froh, dass der Torhüterwechsel so gut geklappt hat.“ Insgesamt ordnete er ein: „Erst mal ist es ein bisschen Erleichterung für die Jungs und auch für uns als Trainerteam. Wir nehmen den Sieg mit, auch wenn er am Ende in der zweiten Hälfte vielleicht ein bisschen dreckig war.“

Am kommenden Sonntag muss unser Team in den Baumbergen, in Darfeld antreten. Anstoss ist vor Ort um 15.00 Uhr.