Leichtathletik: Doppelstart für Elena Pohlmann bei den Deutschen Meisterschaften
Doppelstart für Elena Pohlmann bei der DM in Wattenscheid
Eine Woche nach den Deutschen Meisterschaften der U18 richtet sich der Blick der erneut auf das Lohrheidestadion in Wattenscheid. Mit Elena Pohlmann ist der SuS Olfen erneut bei den nationalen Titelkämpfen vertreten. Die Nachwuchsathletin hat sich gleich in zwei Einzeldisziplinen für die Deutschen Meisterschaften der U16 qualifiziert: über 100 Meter sowie über 80 Meter Hürden.
Den Auftakt macht Elena am Samstagnachmittag über die 100 Meter. Rund 60 Athletinnen haben sich für die Halbfinalläufe qualifiziert. Mit ihrer Meldezeit von 12,50 Sekunden blieb sie deutlich unter der geforderten Norm von 12,75 Sekunden und rangiert damit unter den Top 30 der Meldeliste. Der Blick auf das Teilnehmerfeld zeigt jedoch, wie eng das Leistungsniveau beieinanderliegt: Sowohl nach vorne als auch nach hinten trennen die Athletinnen oft nur wenige Hundertstelsekunden. Entsprechend spannend dürfte der Kampf um die begehrten Finalplätze werden. Nachdem Elena bereits zweifach mit der 4x100-Meter-Staffel DM-Erfahrung sammeln konnte, steht nun ihr erster Einzelstart auf nationaler Bühne an. Das Ziel ist daher klar: wertvolle Erfahrungen sammeln und den Wettkampf genießen.
„Über die Qualifikation für die 100 Meter haben wir uns riesig gefreut. Ehrlicherweise hätte ich nicht erwartet, dass Elena die Norm bereits so früh in der Saison läuft. Sie hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr hervorragend entwickelt. Jetzt wollen wir im Halbfinale noch einmal eine starke Leistung zeigen und im besten Fall die persönliche Bestzeit angreifen“, sagt ihr Trainer Rik Amann.
Am Sonntag folgt dann der Start über die 80 Meter Hürden. Lange war ungewiss, ob Elena auch in dieser Disziplin bei den Deutschen Meisterschaften an den Start gehen würde. Erst in einem spannenden Finale der Westfälischen Meisterschaften gelang es ihr, die geforderte Qualifikationsnorm um eine Hundertstelsekunde zu unterbieten und sich damit das DM-Ticket zu sichern.
Mit etwas mehr als 30 qualifizierten Athletinnen ist das Teilnehmerfeld über die Hürden deutlich kleiner als im 100-Meter-Sprint – ein Beleg dafür, wie anspruchsvoll die Norm in dieser Disziplin war. Als Vorletzte der Meldeliste reist Elena zwar ohne Druck nach Wattenscheid, hat aber durchaus die Möglichkeit, sich im Klassement noch einige Plätze nach vorne zu arbeiten. Die Konkurrenz präsentiert sich in diesem Jahr allerdings außergewöhnlich stark: Bereits 19 Athletinnen sind 2026 unter zwölf Sekunden geblieben – eine Zeit, die im vergangenen Jahr noch für einen Platz unter den besten Acht gereicht hätte.
„Unser großes Ziel war es, in diesem Jahr die Hürdennorm zu erfüllen. Nach der technischen Umstellung im Winter hat es etwas gedauert, bis alle Abläufe wieder perfekt funktioniert haben. Ich hatte aber nie Zweifel daran, dass Elena die Qualifikation schaffen würde. Was bei den Deutschen Meisterschaften möglich ist, lässt sich schwer vorhersagen. Wenn sie einen sauberen Lauf erwischt, traue ich ihr auf jeden Fall eine Zeit im Bereich ihrer persönlichen Bestleistung zu“, blickt Sprinttrainer Rik Amann optimistisch auf die Titelkämpfe.
Die Ausgangslage ist anspruchsvoll, die Vorfreude groß. Mit zwei Starts bei den Deutschen Meisterschaften hat Elena Pohlmann ihr Saisonziel bereits erreicht – nun will sie in Wattenscheid zeigen, welches Potenzial noch in ihr steckt.
