Leichtathletik: U20-Mixed Staffel für Deutsche Meisterschaften qualifiziert
Das Bahneröffnungssportfest in Dülmen ist klassisch die erste Station im Jahr bei den Stadionwettkämpfen. Die Olfener Leichtathleten nutzten dieses, um schon früh ein DM-Ticket zu lösen. Darüber hinaus gab es viele weitere Podestplätze und persönliche Bestleistungen.
Bei sonnigem Wetter stellten sich Franziska Frye, Jula Ehnis, Yannick Walde, Mika Grau mit Ersatzläuferin Mara Glischinski bei der 4x400m-Mixed-Staffel keiner leichten Aufgabe. Eine Zeit von unter 3:57 Minuten sollte her, um die Qualifikation zu den Deutschen Langstaffelmeisterschaften am 3. Mai zu schaffen. Die bisherige Bestleistung der Olfener lag bei über vier Minuten.
Yannick Walde brachte die Staffel mit einem beherzten Lauf gut ins Rennen, ehe Franziska Frye die taktischen Vorgaben perfekt umgesetzt hat und den Anschluss zu den favorisierten Staffeln aus Werne und Herkenrath halten konnte. In der zweiten Hälfte übernahmen Mika Grau und Jula Ehnis. Mika konnte durch seinen Lauf ein kleines Polster für Jula erarbeiten, welches sich am Ende auszahlen sollte. Nach 3:54,55 Minuten war das Quartett im Ziel und so konnte man sich im ersten Lauf der Saison bereits über die erste Qualifikation zu den nationalen Meisterschaften freuen.
„Alle wussten, um was es heute geht. Das Teamgefühl hat uns beflügelt und so hat jede und jeder einzelne sein Herz auf der Bahn gelassen“, freute sich Sprinttrainer Rik Amann nach der erfolgreichen Qualifikation.
Drei weitere Athletinnen und Dion Salihi gingen später an den Start über 100 Meter. Dion zeigte seine gute Form nicht nur über 100 Meter, wo er für sich mit 12,77 Sekunden eine neue Bestzeit verbuchen konnte. Auch im später ausgetragenen 200-Meter-Sprint lief er mit 26,15 Sekunden persönliche Bestzeit. In der WU18 konnte Mara Glischinski nach verpasster Hallensaison ihre aufsteigende Formkurve zeigen. Mit 14,03 Sekunden belegte sie Platz drei und unterbot ihre Saisonbestleistung aus dem letzten Jahr. Leonie Althoff kam in der gleichen Altersklasse nach 14,35 Sekunden ins Ziel. In einem engen Teilnehmerfeld kam sie auf Platz 7 und lag nur knapp zwei Zehntel über ihrer persönlichen Bestleistung. Elena Pohlmann unterbot erstmals die 13-Sekunden-Grenze. Sie gewann die Altersklasse W15 mit 12,96 Sekunden und deutete damit an, was in diesem Jahr möglich ist.
Etwas Wasser geriet bei den älteren Athleten beim Hochsprung in den Wein. Mia Höning konnte nach überstandener Verletzung und einer Umstellung beim Anlauf noch nicht an die Leistungen der Hallensaison anknüpfen, auch wenn sie ihren Wettbewerb schlussendlich gewann. "Sie wird dann eben beim Jens-Heinrichs-Gedächtnissportfest in der kommenden Woche wieder angreifen", so ihr Trainer Rüdiger Lenz.
Erfreulich gut lief es auch bei den jüngeren Athletinnen und Athleten der U14. Annalena Quilitz (W13). feierte ein wahres Bestleistungsfestival und pulverisierte ihre bisherigen Marken gleich dreifach: Sowohl im Kugelstoßen (6,73 Meter) als auch im Weitsprung (4,17 Meter) und über die 75-Meter-Sprintdistanz (11,39 Sekunden) stellte sie neue persönliche Rekorde auf. Im Kugelstoßen sicherte sie sich damit souverän den ersten Platz. Ebenfalls ganz oben auf dem Treppchen landete Mia Herold (W13). Sie dominierte die Sprungwettbewerbe und konnte im Weitsprung mit 4,28 Meter ihre bisherige Bestleistung um 8 Zentimeter verbessern, was ihr den verdienten Sieg einbrachte. Auch im Hochsprung sicherte sie sich mit 1,28 Metern Gold. Auf der Mittelstrecke zeigten die Jungen der M13 ihr Kämpferherz. Moritz Pieper stürmte über die 800 Meter in einem hauchdünnen Finish zu einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:40,81 Minuten und belegte damit Rang zwei. Ihm folgte Joris Gutschank, der seine bisherige Bestmarke ebenfalls deutlich unterbot und nach 2:49,71 Minuten als Fünfter die Ziellinie überquerte. Weitere starke Leistungen zeigten Dominic Lorenz (M13), der im Ballwurf mit 33,00 Metern und im Kugelstoß mit 6,81 Metern jeweils Zweiter wurde, sowie Moritz Althoff (M13), der mit neuen persönlichen Bestleistungen im Weitsprung (3,81 Meter) und über 75 Meter (11,91 Sekunden) überzeugte. "Ein toller Tag in Dülmen, mit vielen Bestleistungen meiner Athletinnen und Athleten - das lässt auch beim Heimspiel beim Jens-Heinrichs-Gedächtnissportfest in der kommenden Woche viele gute Leistungen erwarten", zeigte sich Trainer Tom Scholbrock überzeugt von seiner Trainingsgruppe.
Auch in den jüngeren Altersklasse W9 gab es Grund zum Jubeln: Sarah Klamet. sprintete über 50 Meter in 9,15 Sekunden zum Sieg in ihrer Altersklasse.
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