Fussball: Erste Mannschaft am Ende mit 10 Mann zum Unentschieden in Hausdülmen

GW Hausdülmen – Erste Mannschaft 1:1

Irgendwie gleicht die Rückserie unserer Ersten Mannschaft dem Spiel „Das verrückte Labyrinth“ aus dem Ravensburger Spieleverlag. Ob auf Brett oder iPad. Gut gespielt, freie Bahn auf den Schatz, die drei Punkte. Plötzlich verschiebt sich die Lage. Der Weg ist wieder zu. Versperrt. Dann neue Wegeöffnung, keine Hindernisse. Hoffnung auf mehr. Dann organisiert der Gegner wieder ein Hemmnis in den Lauf. Und manchmal verschiebt man sich selbst aus Versehen den unbeschwerten freien Durchgang auf den Siegespreis.

So sah es SuS-Coach Marco Jedlicka. Gegenüber den Ruhr Nachrichten stellte er mit Deutlichkeit fest: „Wir standen uns, wie schon in den vergangenen Wochen, einfach selbst im Weg.“ - Den eigenen Durchgang verbaut.

Fakt ist: Unterschiedliche Beobachter werden unterschiedliche Meinungen haben. Aber unser Team kämpft aufopferungsvoll, spielt den Gegner daher, schafft es aber nicht, den herausgespielten Vorsprung ins Ziel zu retten. Vielleicht war die Offensivleistung diesmal nicht so aufzeigend dominant wie in den letzten Wochen, aber die Defensive zeigte am vergangenen Sonntag selten Schwächen und ermöglichte es den Gästen kaum einen Abschluss zu tätigen. Doch letztendlich ärgert sich jeder, der es mit unserem SuS hält, dass dennoch wieder kein Dreier eingefahren wurde.

Ein erstes Fazit, jetzt der Hergang:

In der Spielesammlung mit den drei vergangenen Auswärtsspielen in Hausdülmen gab es für unsere Mannschaft stets eine Niederlage. Manchmal verdient, aber auch manchmal mit Fragezeichen. Manchmal mit Mittelfußbrüchen. Also immer ein schweres Spiel am Sportplatz an der Sandstraße.

GW Hausdülmen vor dem Spiel tabellarisch auf Platz 7 mit 31 Punkten bei 39zu41-Toren.

Der einzige Sportplatz im Münsterland, wo man einen Kescher an den Spielfeldrand legt. Profi-Angler Marvin Böttcher klärt auf, kleines Angler-Latein, dass ein Kescher u.a. einer waidgerechten Entnahme von Fischen aus einem Gewässer dient. Oder in anderen Fällen für Bälle benutzt wird, welche einen Zaun hinter einem Fußballtor überwinden, wenn sich, wie hier, ein reißender Strom, eine Mischung aus Euphrat und Tigris, direkt hinter dem Spielfeld vorbeischlängelt. 

Auf den Spuren des weltbekannten und -verehrten Naturforschers Alexander von Humboldt wandelte der verletzte SuS-Akteur Jens Wennemann beim Herausfischen der Bälle am mit Pflanzen gut bewachsenen Ufer des vorbeifließenden Gewässers. Reichlich Flora und Fauna. Welch ein Einsatz für das sich aufwärmende Team.

Heute Puzzle bei der Ermittlung der Aufstellung. Manchmal verschiebt sich was. Olfen nur mit vier Feldspielern und einem TW auf der Bank. Kurzfristige Umdisponierung.

Anpfiff.

Langfristiger Anfang. Beide Mannschaften wollend, aber nicht zu viel offenbarend. Erster Versuch Hausdülmen vs. Erster Versuch Olfen.

Nachdem SuS-Torwart Jan Stember einen Ball der GW-Offensive parieren konnte, scheiterte Nico Mecklenburg ebenfalls in seiner Aktion.

Weiter in der erste Hälfte ausgegliche Spielanteile, wobei sich der Olfener SuS mehr bemühte, Abschlüsse auf das gegnerische Tor zu suchen. GWHD meist am Kontern.

So dauerte es bis zur 31. Minute, ehe Niklas „Burgi“ Mählmann nach Flanke von Dustin Brüggemann per Kopf freie Bahn hatte und den Olfener Führungstreffer erzielte. Bäm, Olfens Held, Olfens Theseus. Burgi, Niklas, wie auch immer: Geiles Ding. 0zu1, 1zu0. Egal Olfen führt. Den ersten Schatz erreicht.

Nach einem von Stember gut gehaltenen Freistoss soll es dann für die erste Halbzeit schon gewesen sein. Pause.

Die Sonnenbrillen der Zuseher neu justiert. Mal Sonne, mal Wolken und umgekehrt. Lediglich Petrus, hält den Ball flach, zeigte seinen Willen, den Bach nicht noch anschwellen zu lassen.

Auch im zweiten Durchgang beherrschte unsere Mannschaft größtenteils das Spiel. Olfen nach vorne spielend. Gute Chancen erspielend. Immer Wege öffnend. Beispielhaft erspielte Möglichkeiten von der rechten Angriffsseite. Aber Pass in die Mitte. Oder Verpasst. Zu umständlich. Torweg wieder zu. Jedenfalls Tore möglich. Auch ein Kopfball von Mählmann traf nicht ins Netz. Das Ziel. Aber generell sicher im Verteidigungsmodus, das Spiel nach Hause bringend wollend. „Es gab einfach keine hundertprozentige Torchance“ stellte Trainer Marco Jedlicka fest.

„Wir haben gut verteidigt und die Räume konsequent zugestellt“, war sich SuS-Teamchef Jedlicka sicher und stellte die These auf: „Ich persönlich glaube, dass die Gegner in der zweiten Halbzeit nicht das Tor erzielt hätte, wenn wir zu Elft auf dem Feld geblieben wären.“

Da schiebt sich was zu. Das Ende der Partie nahte. Den Ariadne-Faden verloren...

Nach Fehler bei eigener Ecke lief unser geliebter Spiel und Sport in einen Konterangriff. Um die Aktion zu verteidigen, versuchte unserer IV den Ball zu klären. Schiri, was macht der Schiri? Verschiedene Meinungen. Notbremse? Vielleicht, obwohl die anderen Verteidiger auch noch hätten eingreifen können. Böse Foulabsicht: Niemals! (87.) Letztendlich steht der Platzverweis. Die Selbstdezimierung.

Natürlich Aufschwung beim Heimteam. Diese Sache mit der Psychologie. GWHD nun im Power-Play. Ball immer Richtung Stembers Tor treibend. Letztendlich erfolgreich.

1zu1 in der Nachspielzeit. 90+7. Abpfiff.

SuS-Coach Marco Jedlicka sauer in seinem Fazit zur Partie gegenüber den RN: „Bis dann wieder einer meinte, er hätte eine bessere Idee.Wir treffen im Moment einfach falsche Entscheidungen“, dachte er an die kurz ausgeführte Ecke, die das Heimteam zum Konter einlud. „Es ist ganz krass, warum manche plötzlich irgendwelche tollen Ideen haben, anstatt sich an das zu halten, was wir besprechen und was man als Fußballer eigentlich wissen sollte“, erinnerte Jedlicka offen an seine Worte zur Ausführung der Standardsituationen vor dem Spiel. Der Weg ist frei, dann schiebt einer den falschen Stein und die Situation ist eine andere.

Keeper Jan Stember meinte gegenüber demselben Medium: „Wir hätten eigentlich gewinnen müssen. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, um mehr Tore zu erzielen. Es fühlt sich wie eine Niederlage an.“

Nach der Osterpause geht es nun am Freitagabend, den 10.4. weiter. Hier kommt uns das Team von Turo Darfeld im Steversportpark besuchen. Anstoss ist um 19.45 Uhr. Flutlichtgarantie!