Fussball: Schneidiger Auftritt und Punktgewinn unserer Ersten Mannschaft gegen den Tabellenführer

Erste Mannschaft – SuS Legden 1:1

Nach der Auswärtsniederlage beim Tabellen-Vierten in Nottuln wartete nun das nächste Brett auf unsere Erste Mannschaft. Der Tabellenführer vom Spiel- und Sportverein Legden reiste in den Olfener Steversportpark.

Gab es in der Vergangangenheit schon klare Siege gegen die Truppe vom Münsterlanddorf, stellte sich diese Saison die Aufgabe als schwieriger dar. Vor der Begegnung: Legden mit 9 Punkten Vorsprung vor dem ersten Verfolger ganz oben in dem Tableau der Coesfelder Kreisliga. Mit nur 11 Gegentreffern in 18 Spielen, supi Quote. Unsere Elf nach den 0-Punkten im letzten Spiel unter ferner liefen.

Aber das Hinspiel hätte für unser Team nicht unbedigt mit 2zu0 verloren gehen müssen. Damals gute Torchancen und ein verschossener Versuch aus Elfmetern.

Neues Spiel, neues Duell, neues Match. SuS versus SuS. Grün-Weiß versus Grün Weiß.

Barbershop-Stimmung bei unserer Mannschaft - Heute rasieren wir den Ersten. Gode Idee. Messer gewetzt. Kamm on. Auf geht’s. Anpfiff durch den Referee. Anstoss. Das Runde rollt.

Keine/eine Minute gespielt: Olfen stark über die linke Seite. Fabian Konietzni am Flanken. In der Mitte Sturmtank Max Müller. Ball touchiert Schädel. Kopfball. Leider erfolglos.

Kurz danch. Mega Steilpass von Niklas Mählmann in die Spitze. Müller auf und davon in der gegnerischen Hälfte. Nur noch der Torwärter vor ihm. Kurzer Kontakt. Leider ungenau. Relativ gute Chance vertan. Fast famos.

Zwar mussten die Gäste diese beiden guten Möglichkeiten von unserer Ersten Mannschaft hinnehmen, sorgten dann aber auch mit einem Kopfballtreffer an die Olfener Torlatte für ein ordentliches Statement bezüglich der Frage, wer das Spiel denn gewinnen wolle.

In Folge der Gast mit mehr Spielanteilen, aber die Olfener Verteidigung um die IVs Kevin Schäper und Fabian Beckmann sicher bei der Abwehr. Auch mal einen Ball rausknallen in die Höhe bis zum Scheitelpunkt. Hoch und weit bringt Sicherheit.

Auch in der 12. Minute bestand nach einer Flanke der Legdener wenig Gefahr bis ein Olfener Spieler den Ball mit der Brust auf Torwart Jan Stember zurück prallen lassen wollte, damit dieser ihn aufnehme. Leider gut antizipiert vom Gästestürmer, welcher dazwischen ging und das Leder ins Olfener Netz beförderte (12.). Haarsträubender Fehler. Rezept dagegen: Mehr Quark. Mehr Pumpen. „Mit gütiger Mithilfe vom Gegner“, sah auch der Legden-Coach Jan Sundermann das Geschehen rund um das erste Tor in der Partie. Das muss die Olfener Defensive auf den eigenen Nacken nehmen.

Gut angefangen. Dann der Gegentreffer. Stimmung unten in Olfen. Aber weiter. Mähne schütteln. Es nützt nix. Nur die Herausforderung steigt.

Legden mit dem Ball. Unser Team stand weiterhin in der Defensive fest, setzte bei Zeiten auch gute Konter, u.a. durch Daniel Czempik über die rechte Seite. Auch sehr gefährliche Aktionen nach Eckbällen für Olfen, welche hervorragend getreten wurden von Leon Breuer und Fabian Beckmann.

Dennoch mit Rückstand in die Kabine.

Nach der Pause, gestärkt durch Speis und Trank, geht’s weiter für die Fans. Die Zuschauer, Zuseher hinter der Bande. Optimismus. Keine Tränen.

Auf dem Platz jetzt unser SuS mit Übergewicht. Mehr Spielanteilen. Besseren Offensivaktionen. Teilweise wurde die Legdener Mannschaft in ihrer Häfte eingeschnürt.

Mehrfach versuchte es Nico Mecklenburg mit einem Distanzschuss. Um Haaresbreite daneben. Mehr Kompass. Mehr Quark. Kein Scherenschlag, aber den Ball am Bürsten.

Auch nach den ersten Spielerwechseln auf Olfener Seite: Nico Marin ersetzt Czempik. Marvin Böttcher für Max Müller. Handwerkende Fußballer. Dann Pascal Seypelt für Mathis Scheele. Mehr Offensive Line.

Als nach einem Freistoss für unseren SuS nach Spiel zwischen Breuer und Beckmann dieser den Ball in den Fünfer der Gäste flankte, beförderte ein Legdener Spieler den Ball unhaltbar ins eigene Tor (67.) Jubel bei Olfen, da verdient. Die Zuschauer außer Rand und Band. Keep Calm. Hier starteten einige Fans schon euphorisch die LaOla-Dauerwelle - unter stetiger Bewachung und den kritischen Augen des Ordnungsdienstes.

Olfen erstmal weiter Richtung Legdener Gehäuse spielend, weiter am Drücker. Den Sieg suchend. Den Tabellenführer bearbeitend. Dann eine Szene, über die auch nach dem Spiel noch heiß diskutiert wurde. Pass aus der Olfener Defensive auf Böttcher an der Mittellinie. Dieser nahm den Ball geschickt mit, drehte sich um seinen Gegenspieler und hatte nun freie Bahn Richtung Legden-Tor. Der überrumpelte Opponent, ohne Chance auf das Leder, streckte unsere Nummer 9 von hinten nieder. Da der Spieler auch schon zuvor den gelben Karton gesehen hatte, rechneten wirklich alle Anwesenden mit einem Platzverweis. Verrechnet. Strich vor Punkt. Aber nach Entscheidung des Spielleiters haarscharf am Verlassen des Feldes vorbei. Marvin fortan mit dem einen Bein am Humpeln, dem anderen Bein am Hinken und nicht mehr in der Lage zu sprinten. Zlatan-Zopf abgeschnitten. Gedankenvolle Auswechselung bei Legden.

Ab der 75. Minute fanden sich die Gäste und besannen sich wieder darauf, dass sie eigendlich drei Punkte bräuchten, um im Meisterschaftsrennen der Liga den aktuellen Vorsprung zu bewahren. Unser Team nun in der Zwickmühle: Einen Punkt mitnehmen gegen den Tabellenführer oder mehr Risiko um vielleicht noch einen Sieg zu erzwingen?

Beide Seiten hoch her, besonders nach einem Abstimmungsfehler in der Olfener Verteidigung nochmals eine große Chance für die Mannen aus dem Kreis Borken. Leider nochmals verletzungsbedingter Wechsel bei Olfen: Alex Neuber für Zweikampf-Zyklon Jens Wennemann.

Letztendlich mehr als ein verdienter Punkt für unsere Mannschaft. War auf der einen Seite mehr drin, war auf der anderen Seite der Favorit besonders in der ersten Hälfte dominant und erspielte sich auch seine Möglichkeiten.

„Der Punkt ist hochverdient. Wir haben es dem Gegner sehr schwer gemacht“, war sich SuS-Coach Michael Krajczy sicher und zeigte sich zufrieden mit dem, was er gesehen hatte. Er wollte nicht das Haar in der Suppe suchen.

Gute Leistung. Kein pomadiger Auftritt unserer SuSler. Aber nicht zum Ausruhen geeignet. Denn kommende Woche reisen wir nach Appelhülsen zur dortigen Arminia.

In der Tabelle zwar hinter unserem Team plaziert, aber eine Mannschaft, welche in der Winterpause eine Restauration erlebte: Letzte Saison als Aufsteiger sensationell aber souverän den zweiten Platz erspielt. Dann im Sommer Trainerwechsel und Spielerretirement. Schlechte Hinrunde. Nun die alten Recken zurück. Anstoss auf dem Kunstrasenplatz am Kücklingsweg wird schon um 14.00 Uhr sein. Im Vorspiel zu dieser Partie findet bereits ab 11.30 Uhr das Duell der Resevemannschaften, Arminia II vs. SuS II statt.