Fussball: Zweite Mannschaft - Einbahnstraßenfußball mit falscher Ausfahrt

SuS Olfen II – BW Lavesum II 2:3 (2:1)

Einbahnstraßenfußball mit falscher Ausfahrt

Manchmal fühlt sich Fußball an wie eine schlechte Comedy-Show: Wir rennen 90 Minuten lang an, feuern gefühlt 27 Schüsse Richtung gegnerisches Tor – und treffen dabei alles, was im Weg steht: Latte, Fangzaun, Eckfahne, wahrscheinlich sogar ein paar Wolken. Der Gegner dagegen? Drei Mal aufs Tor geschossen, drei Mal drin. Zack, 2:3 verloren. Wenn es dafür Punkte für „Spielwitz und Chancenwucher“ gäbe, wären wir Tabellenführer – so stehen wir da wie die tragischen Helden einer Fußball-Slapstick-Nummer.

Aber von Anfang an: Wir starten relativ gut in die Partie und lassen Ball und Gegner laufen. Zu Beginn direkt eine Doppelchance von Marvin Böttcher und Jonas Michel. Das erste Tor aber gehört dem Gegner: langer Ball, unser Torwart weiß nicht so recht, ob er raus oder drin bleiben soll, schöner Heber des Gegners aus 30 Metern Entfernung – drin das Ding, 0:1.

Kurz abschütteln, Angriff über die rechte Seite, Böttcher mit einem guten Abschluss – Ausgleich, 1:1.

Kurz vor der Pause dann wieder Marvin Böttcher: Im 16er weiß sich der Gegner nur mit einem Halten zu wehren – berechtigter Elfmeter. Philipp Weidauer versenkt sicher. Die Mannschaftskasse freut sich über das erste Saisontor des Innenverteidigers. 2:1 und Pausentee.

Zweite Hälfte, gleiches Bild: Wir haben den Ball, laufen an und erspielen uns gute Chancen. Beispiel gefällig? Minute 56: Moritz Heinze mit Gewalt, gehalten, Nachschuss Böttcher – Latte, Nachschuss Michel – gehalten, Nachschuss irgendwer – geblockt, erneuter Abschluss – drüber. Viel Gewusel, null Ertrag.

Dann kommt es, wie es kommen muss: Der Gegner mit einem der wenigen Angriffe, Paul Gelver mit seinen Füßen noch irgendwo bei letzter Nacht, der Gegner setzt sich durch – 2:2. Puh, harte Kost.

Was folgt, sind unzählige Fouls auf beiden Seiten. Mit Fußball hatte das zwischenzeitlich wenig zu tun.

Das Ende? Leider nein. Wir tauchen noch zweimal frei vor dem gegnerischen Kasten auf, treffen aber erneut nicht. Es läuft bereits die Schlussphase, als der Gegner einen Freistoß zugesprochen bekommt: Komet der Marke Jan Wiesmann, Chaos im eigenen 16er – drin das Ding. 2:3. Auch die großzügige Nachspielzeit von zwei Minuten können wir nicht nutzen.

Ende. Was bleibt? Ein Punkt aus zwei Spielen. Donnerstag erwarten wir den Tabellenführer Eintracht Coesfeld III.