Fussball: Dann macht es bumm, ja und dann krachts

Turo Darfeld – Erste Mannschaft 1:3

Unsere Erste Mannschaft zu Gast in den Baumbergen. Zu Gast in Darfeld. Die heimische Turo unter Zugzwang. Erst drei Punkte geholt. Jetzt musste was passieren, um nicht schon den Anschluss an die hinteren Plätze im Tableau zu verlieren.

Genau davor warnte das Olfener Trainer-Duo vor dem Spiel. Turo wird was zeigen müssen. Schon zu Beginn. Kleiner Querverweis zur Bundesliga. 660 Kilometer weiter im Süden. In Augsburg. Kämpfen. Anlaufen. Früher Treffer. Deswegen: Aufpassen. Attention. Aufgemerkt!

Zack. 1zu0 nach 2 Minuten. Die Daumen bei Turo zeigen nach oben. Oh, Mann. Sekunden nach dem Anstoss der Darfelder führte eine unglückliche Olfener Aktion zu einem Freistoss. Dieser hineingetreten in den SuS-Sechzehner wurde unglücklich ins Toraus verlängert. Eckball Turo. Hineingetreten. Zu kurz! Unglücklich geklärt. Aber erneuter Eckstoss. Ausführung. Getreten. Lange Flugkurve. Längere Flugkurve. Länger ins lange Eck. In den Giebel. Direkt verwandelt. Zweite Minute. Schöner Empfang!

Okay, dann geht das Olfener Spiel ab der dritten Minute los. Ab geht’s. Auf geht’s. Erstmal mit einem zu kurzen Rückpass eines Olfener Verteidigers, der den Stürmer bei dessen Sonntagnachmittagsabwehranlauf einlud, den Abschluss zu nehmen. Hier parierte unser Torhüter Tim Grüneberg stark.

Jetzt endlich wurden auch unsere Jungs wach. Anders gesagt, ehrlich gesagt: Nahmen am Spiel überhaupt erst teil. Und Teilhabe ist die Voraussetzung um etwas zu erreichen.

Unser SuS endlich am Spielen. Am Angreifen. Am Offensivaktionieren.

Abschlüsse. Möglichkeiten. Chancen. Auch Gute, z.B. freier Lauf Richtung Turo-Keeper. Aber letztendlich zu ungenau. Zu fahrlässig. Zu verteidigungsfähig.

So passierte in den 43 Minuten nach dem Turo-Treffer plus Nachspielzeit nichts mehr. Nichts was die Torhüter zum überparieren genötigt, oder die Torlinien angekratzt hätte.

Pause. Regen. Reges Juhu! Hatte der Regenradar doch recht. Am Spielfeldrand nun mit Schirm, Charme, ohne Melone. (Melone erst auf Malle). Auf dem Platz mit hochgekrempelten Ärmeln und neuem Personal seitens unserer Ersten Mannschaft.

Dreier Wechsel Olfen: Neu auf dem Platz: Henry Indy Burbaum, Niklas Mählmann und Max Müller. Drei Stürmer. Drei Ballermänner.

Unsere grün-weiße Elf immer besser, immer dominanter. Aber es dauerte bis zur 67. Minute, ehe Fabian Beckmann eine Flanke von der linken Seite in den Turo-Strafraum schlug, wo bereits Max Müller lauerte und das Leder am Tormann vorbei ins Netz drückte. Wasserburg-Wemser

Nur Einstein kann die Unendlichkeit der Zeit berechnen. Nach Verletzung, Hochzeit, Flitterwochen, Muskelläsion, Trauung, Honeymoon erst seit einer Woche wieder im Training, hat er einen kleinen Hunger mitgebracht. Einen Hunger auf Tore.

Um sich zu sättigen engagierte sich Müller zwei Minuten später an einem Ball, welcher nach einer Flanke, ebenfalls von der linken Angriffsseite, diesmal getreten von Fabian Schlierkamp, in den gefährlichen Bereich vor das Darfelder Tor segelte. Unnachahmlich beförderte unser Stürmer den Ball in die Tormaschen. 1zu2. (69.). Führung SuS. Nun unser Team in der besseren Situation.

Bei einem Heimspiel wären im Steversportpark die Lautsprecher mit dem Siebziger-Jahre-Schlager zu Ehren Müllers beschallt worden.: „Dann macht es bumm, ja und dann krachts. Und alles schreit: der Müller machts. Dann macht es bumm, dann gibts ein Tor. Und alles schreit dann: Müller vor.“   Auch der Gerd kam auf seine Tore.

Auch in der besseren Position. Jetzt wollte unsere Mannschaft mehr. Wollte unser Team die Entscheidung. Ließ das Leder gut in den eigenen Reihen laufen. Und damit auch den Gegner. Da traf der eingewechselte Lukas Glosemeyer das Quergebälk des Turo-Tores. Aber auch andere Abschlüsse unserer Truppe waren zunächst nicht von Erfolg gekrönt.

Dann kam Pötter. Erik Pötter. Der Linksverteidiger offensivierte seinen tadellosen Auftritt, zog mit dem Ball nach innen und hämmerte mit seinem rechten Schlappen die Kugel unhaltbar für den Heim-Handschuhträger in die rechte untere Ecke der Darfelder Tores (82.). Die Quasi-Entscheidung.

Zwar versuchten es die Gastgeber nochmal, indem sie alles noch vorne warfen, den Anschlusstreffer zu erzielen. Unsere Abwehr verteidigte aber alles konsequent weg und Tormann Grüneberg sorgte für die Ruhe im Verteidigungsbund.

Gegenüber den Ruhr Nachrichten analysierte SuS-Übungsleiter Marco Jedlicka: „Nach dem unglücklichen Start haben wir uns gegen einen tiefstehenden Gegner sehr schwer getan.“ Weiter resümierte er: „In der zweiten Halbzeit haben wir es gut gemacht und den Ball schön laufen lassen. Hinten haben wir nichts anbrennen lassen und vorne war es natürlich schön, wieder gestandene Spieler zu haben.“

Eine Mannschaft. Ein Team. Ein Erfolg. So lautetet schließlich die Formel zum Erreichen der drei Zähler. Nach dem Erfolg in der Woche zuvor gegen Buldern nun der zweite Dreier in Folge. Wie betont: Wichtig! Und letztendlich verdient, auch wenn sich das Trainer-Duo Marco Jedlicka und Michael Krajczy besonders in der ersten Hälfte teilweise die Haare raufte, ob der dargebotenen Aktionen.

Schon am nächsten Freitag tritt unsere Mannschaft ebenfalls auswärts bei der DJK Dülmen an. 20 Uhr Anstoss.